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Aus dem Inhalt

Abschied von Love

Die Parkbusse

Der klare Strich des Künstlers

Volkswahl

Obamas Putzfrau

Rentner auf der Strasse

Die Freiheit

Tod durch erhängen

Globalisierung des Abfalls

Oh Gott, oh Gott . . .

Unschuldig

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Ausgespielt

Keine gute Saite ist übrig geblieben. Man hat mich einfach verlassen. Und dies für ein elektronisches Instrument, ohne Seele. Plastikgehäuse und Plastik Tasten. Brrr! Wo ist das Musikerherz geblieben?

Wie oft habe ich Massen in Bewegung gesetzt. Zum Tanzen animieret, zum Singen inspiriert, Liebesaffären angeschoben, Geburtstagsfeiern in den Morgen verlängert und bin danach gemütlich im bequemen Instrumentenkasten nach Hause gefahren worden. Von Blues begleitet, über den Autolautsprecher, im Zigarettenrauch und diesem kühlem Fahrtwind. Das war ein Leben. Es hätte ewig dauern können.

Dicke Luft in Peking und hier in New-Dehli

"Ken-Shou, wie geht es dir in Peking?

"Ich sitze zuhause, hinter geschlossenen Fenstern, krank und zu schwach, um Hausaufgaben zu machen". "Weisst Du, meine Augen brennen, mein Magen schmerzt und schlucken tut so weh".

"Ja, Ken-Shou, hier in New Delhi sieht es auch schlecht aus. Mein Hautausschlag und die Magenschmerzen bringen mich um. Wir können uns keinen Arzt leisten".

"Weisst Du Shankar, seit meine Eltern für den fortschrittlichen Westen, Kleider, Schuhe und so produzieren, geht es uns gesundheitlich schlechter".

"Wie mit uns auch, Ken-Shou. Glaubst Du, die im Westen machen sich Sorgen um uns?"

Ja sicher Shankar, die fragen sich doch wo ihre iPhones und Computer bleiben. Darum bin ich jetzt online und suche einen billigen Kindersarg. Lange geht es nicht mehr, bis ich ausgeatmet habe.

"Gute Udee, Ken-Shou, send mir den Link, ich schliesse mich dir an. Ich bete für dich, dass wir das nächste Leben in eine fortschrittlich entwickelte Gesellschaft hinein geboren werden, wo die Liebe zum Menschen mehr zählt und wo die Heuchelei nicht mehr vorkommt".

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Aus der Geschichte der Menschheit

Als Höhlenbewohner mussten wir teilen und tauschen um überleben zu können. Alle assen verbranntes Fleisch und trugen die gleichen fettigen Kleider. Die Bastler stellten Speere und Schneidewerkzeuge her. Die Jäger sorgten für die Lebensgemeinschaft. Die Frauen machten was die Männer von ihnen verlangten. Dicht am Lagerfeuer sassen die Führer und frassen was sie konnten. Wir mussten hinten sitzen, frieren und auf die Zähne beissen. So haben wir gelernt gerecht zu teilen.


Später haben die Menschen Zelte gebaut, die Jagd verfeinert und das Kochen verbessert. Die Kleider sassen etwas enger, die Führer trugen Hörner oder Federn auf dem Kopf. Sie sassen immer noch am Lagerfeuer und frassen was sie konnten. Die Frauen machten immer noch was die Männer von ihnen verlangten. Es gab immer noch kein Fernsehen. Wir sassen immer noch frierend im Dunkeln und haben auf die Zähne gebissen. Teilen macht halt Spass.


Heute benehmen wir uns immer noch wie zu den Frühzeiten. Alles ist gleich geblieben. Anstatt Felle tragen wir Designer Klamotten und machen Kreuzworträtsel. Wir essen im Kult Restaurant, wir haben die Arroganz kultiviert und die Frauen müssen immer noch tun was Männer von ihnen wollen. Nur ihr Zahltag hat sich verbessert. Alle die aus dem Krieg nach Hause kommen, müssen immer noch im Dunkeln sitzen. Dafür haben sie Heizung, Fernsehen, Mobile Phones und Internet bekommen. Jetzt schweigen sie endlich. Wir haben tatsächlich Fortschritte gemacht. Teilen bringt uns eben weiter.

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Freie Wahlen für das Volk
Der erste Diktator hat sein demonstrierendes Volk besiegt.

Am Abend, nach den letzten Schüssen, sitzt er mit seinem General beim Dinner.

"Das war kein leichtes Unterfangen, Herr General. Sie haben für mein Land grossartige Arbeit geleistet. Diese unzufriedenen Menschen wissen ja nicht, wie schwer es ist ein fürsorgender Landesvater zu sein".

Der General kaut gerade an einem Stück grilliertem Lammfleisch und ist glücklich, nicht antworten zu müssen. Er nickt mit dem Kopf und schluckt sein Fleisch herunter.

"Wir werden jetzt Wahlen ansetzen, damit diese Unwissenden mich zu ihren Präsidenten wählen können".

Der General hat sein Besteck in den Teller gelegt, wendet sich zum Diktator hin, schaut ihm ins Gesicht und nimmt einen tiefen Atemzug, "Herr President, es gibt kein Volk mehr, zählen sie die Grabsteine als Stimmen und ihr Volk wird Sie ohne Widerstand wählen".

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Kairo, November der zweiundzwanzigste, 2011

Obamas Putzfrau räumt auf
Jelisaweta putzt heute zum ersten mal im Oval Office. Ihre Vorgängerin ist in Rente gegangen. Sie ist stolz mit den Präsidenten des mächtigsten Landes das Büro teilen zu dürfen.

Gerade jetzt ordnet sie seinen Arbeitstisch. "Für was wohl braucht er diesen roten Knopf", fragt sich Jelisaweta. Darauf bedacht Eindruck zu machen, poliert sie ihn mit viel Gefühl für den richtigen Glanz.

Jelisaweta stutzt, "Warum blinkt der jetzt?". Ach das muss der Feuermelder sein", meint sie und sucht unter dem Pult nach der Verdrahtung. Ihr Herz schlägt, Schweiss zeigt sich auf ihrer Stirn. Nur keinen Ärger am ersten Arbeitstag. Sie reisst die Drähte einfach weg und steckt sie in der Tasche ihrer Arbeitsschürze.

Lisonka, wie sie von ihren Freunden gerufen wird, atmet erleichtert auf. Das blinken hat aufgehört.

Im selben Moment stürzt der Marinesoldat in das Oval Office. Er zieht sie am Ärmel aus dem Raum. "Verdammt, die wissen was", denkt sie, das kostet mich den Kopf".

"Ich bringe Sie in den Bunker. Wir werden angegriffen", schreit der junge Soldat, "Russland hat Interkontinentale Raketen mit atomaren Sprengköpfen auf uns abgeschossen.

N_Y_Parkingmeter.jpgRentner landet auf der Strasse
Ich bin mein ganzes Leben lang am Strassenrand gestanden und habe für meine Stadt gearbeitet. Man hat mich getreten, mit den Fäusten traktiert, verflucht und am Abend sind sie gekommen und haben mir alles Geld abgenommen. Nichts ist übrig geblieben für mich.
Jetzt, im hohen Alter, hat man mich einfach auf die Strasse gestellt, ohne einen Penny.

Jesus ist in Amerika geboren
Maria will das Spital mit ihrem Sohn verlassen. Man hält sie auf und bringt sie zum Polizeiposten. Jesus muss für weitere Abklärungen im Spital bleiben, bis die Wahrheit seiner Geburt aufgedeckt ist.

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Cat Walk

Zwei Skelette haben sich bei Karl Lagerfeld
als Laufsteg-Modelle beworben.

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New_York_Pastor.jpgGott sucht immer noch einen Parkplatz!
Vielleicht kann der Pastor ein Wunder vollbringen.

Tod_durch_Erhaengen.jpgEin Leben für faltenlose Azüge
K. Bügel ist von einem edlen Herrenhaus direkt im Brockenhaus gelandet. Hier sollte er gebrauchte Anzüge tragen. Aus Nylon und Dralon. Dagegen hat er rebelliert. Sein Widerstand hat ihm die Todesstrafe eingetragen. "Es lebe das freie herumhängen mit Gleichgesinnten", waren seine letzten Worte. Mit ihm haben wir einen wichtigen Träger der besseren Gesellschaft verloren

The four Swiss

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