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Kennst Du diesen Spruch?
Ich schwöre die Wahrheit, die ganze Wahrheit zu sagen,
so wahr mit Gott helfe.
Du schaust zum Richter hinüber und zur gleichen Zeit
legst Du die Hand auf die Bibel.

Was heisst das eigentlich?

Vor dem Richter sagst Du die Wahrheit. Die ganze Wahrheit.
Eine Lüge würde Gefängnis bedeuten.
Ohne Richter, ohne Bibel bist Du frei, zu sagen was Du willst.
Das tun alle. Zumindest einmal am Tag.
Du lügst und jemand lügt dich an.

Oh Gott, oh Gott.
Wo ist die Bibel?

Als Kind habe ich Sterne gezählt.
Viele Jahre lang.
Sie waren immer alle da.
Vollzählig.

Heute?

Nun, ich zähle immer noch.
Jetzt ist es Geld.
Oft ist es viel, oft ist es wenig.

Die Sterne?

Die sind immer noch da. Alle.
Vollzählig.

Sind wir beschissen worden?
Als Kind besass ich nichts und trotzdem war immer alles da für mich.
Sogar die Sterne.

Unschuldig geboren, neben meinem Feind gestorben

Der President macht sich Feinde. Deshalb wirst Du in seine Uniform gezwängt um dein Leben in seinem Krieg gegen seinen Feind zu verlieren.

Diesen Krieg
lässt er sich mit deinem Steuergeld finanzieren. Dafür must Du viel schuften. Soviel, dass dir nur weniges übrig bleibt. Für TV und Internet. Da gibt es alle Neuigkeiten über den Krieg. Etwas Spass muss ja sein.

Mit deinem Steuergeld
werden Fabriken gebaut. Dann verschiedenes Material eingekauft. Dann werden Mitarbeiter eingestellt. Dann kommen die Ingenieure. Die zeigen dir dann wie Du tödliches Material in runde Behälter abfüllen musst. Und andere schreckliche Sachen. Immer das gleiche. Einfach und langweilig. Aber die Rente ist da inbegriffen, für ein geruhsames Rentnerleben. Dafür arbeiten wir ja alle so gerne.

So bauen wir Kanonen. Bomber. Bomben. Panzer. Gewehre. Munition. Radar. Raketen. Verbandskästen. Desinfektionsmittel. Handgranaten. Landminen. Drohnen. Funkgeräte.

Und grosse, schwarze Ganzkörper Plastkhüllen mit massivem Reissverschluss.

Um die aus dem Leben gerissenen nach Hause senden zu können. Dort werden sie sofort verscharrt, um die Fehler des Präsidenten zu vertuschen. So hat deine Familie endlich einen Feind gefunden und einen Grund in den Krieg zu ziehen.

Hoch lebe der Präsident
Für ihn geht nun jeder in den Krieg, weil er immer genügend Feinde hat. Genug Land hat es auch, um die toten Söhne zu verscharren. Die sind Nebensache. Hauptsache der Feind wird besiegt. Bis zum nächsten mal, wenn dieser Feind jetzt deinen Präsidenten als seinen Feind ansieht und seine Bürger gegen deinen Präsidenten in den Krieg schickt, damit die ihr Leben verlieren. So wird Gerechtigkeit ausgelebt. Jetzt werden die berüchtigten grossen, schwarzen Ganzkörper Plastkhüllen mit massivem Reissverschluss wieder hervorgeholt.

Übrigens weiss jemand,
ob jemals ein President in einer schwarzen Ganzkörper Plastkhülle mit massivem Reissverschluss. nach Hause zurück gekehrt ist?

Ist eine solche Frage erlaubt oder wird man dafür in den Krieg geschickt?

Deine Feinde

Die Wunder

Das Wochenende. Der Samstag. Draussen auf dem Feldweg. Der Pfad der den Bauern zu den Feldern führt. Jetzt, im Herbst wo das Licht die Natur in sanften Farben wiedergiebt, wo der September die Laute von fern und aus der Nähe zu einer Synphonie gestaltet, wo sich alles lautlos und gelassen bewegt. Hier, inmitten der Natur fühle ich mich unendlich gross und fähig und ebenso klein und neugierig, gespannt darauf, was der nächste Moment bringen wird. Mir, das Kind in mir.

Die gefallene Äste, das Laub und gedörrtes Gras, welche das Feuer am Leben erhalten, schickt seinen Duft auf den Weg in meine Nase, wo der sich wohlig ausstreckt und breit macht. Da ist der Hund der sich aus der Ferne mit bellen bemerkbar macht, wie ein Muezzin der zum Gebet ruft, was ich als Ankündigung eines warmen, rot gefärbten Heimwegs der Sonne wahrnehme. Dann die Kinderstimmen, vom Westen kommend, die sich freudig hinzu gesellen und und mich mit Liebe überrennen.

Den Blick hinüber zum Waldrand, wo der neunte Monat des Jahres an den Farben tüftelt, hinauf in den Himmel, wo der wohl nach Wolken Ausschau hält, es jedoch sein lässt, weil er sonst die wohl beleuchtete Idylle beeinflussen würde. Mit dieser anmutigen und sich dauernd erneuernden Stimmung spinnt die Natur ihr Kunstwerk ohne Ende weiter. Immer gleich und doch ewig anders, jetzt und auch nächste mal.

Für dich, deine Kinder und alle nachfolgenden Generationen.

Ich liebe dich meine Welt, mein Planet Erde. Lass mich auch morgen an dir teilhaben.

Manfred triff Konrad an der Ampel, welche auf Rot steht.

Hallo Konrad, wie geht es dir so?
Ja, weisst Du, nicht schlecht.
Ja, ich sehe es, Du siehst jünger aus und glücklicher.
Ja, seit ich zu Fuss gehe. VW, Du weisst ja schon. Rück Ruf Aktion.

Sie stehen noch an der Ampel, die mehrmals gewechselt hat. Entspannt und mit viel Musse.

Und wieso gehst Du zu Fuss, Manfred?
Explodierende Airbags, Made in Japan. Rückrufaktion.
Ja, da ist einiges los. Auch mit den Ölscheichs. Öl war immer ein schmieriges Geschäft

Konrad lacht über den Witz.

Nun, wir haben wieder Zeit für die Familie. Wir wandern, bauen Gemüse an, gehen zu Fuss und schlafen besser.
Genau, wir wir auch.

Ooops, sieh mal, der Bankdirektor, auch der geht zu Fuss.

Ja, den haben sie ebenfalls zurück gerufen. Mit samt seinen Dienstwagen. Zu Fuss braucht er weniger Lohn und keine Boni mehr.

Was wird wohl das nächste sein?

Politiker?

Ja, die sind schon eingekreist.

Da wurde ja die Zukunft eingeläutet.


Das neue Jahr

Paul verlässt seine Wohnung wie üblich. Es ist Montag. Geduscht, rasiert und mit der Aktenmappe ist er unterwegs zur Busstation.

Der Gehsteig ist dicht bevölkert. Die Menschen sind guter Laune. Ganz spontan, rein intuitiv, wie aus heiterem Himmel, überreicht Paul seine Aktenmappe einem entgegenkommenden Fussgänger. Ohne zu zögern gibt ihm dieser seine Morgenzeitung. Paul beobachtet, wie alle ihre persönlichen Gegenstände, wie Mobilephone, Ordner, Einkaufstaschen, Regenmäntel oder Regenschirme austauschen und es bei der nächsten Gelegenheit nochmals und nochmals tun. Damit zeigen sie, wie sehr sie den Respekt vom Materialismus verloren haben.

Niemand bemerkt die schwarzen Limousinen, mit den im hinteren Teil des Wagen sitzenden Männer in schwarzen Anzügen, welche tief in ihren Gedanken versunken in ihre Büros gefahren werden.

Deren einziges Ziel ist es, den Befehl einer unbekannten Macht auszuführen, gnadenlos, die gesamte Bevölkerung mittels der Staatspolizei in die Sklaverei zu schicken. So schnell und brutal, dass diese nicht merken, was ihnen geschieht.

Was diese Männer hinter abgedunkelten Wagenfenstern nicht sehen, ist diese intuitive, spontane morgendliche Aktion, welche den Menschen ein untrügliches Gefühl einer Gemeinschaft schenkt. Etwas zuvor nie erfahrenes. Denn bisher wurden sie zu gefühllosen Konkurrenten gemacht. Im Kampf um mehr Lohn, bessere Positionen und höheres Ansehen. Das hat sich über Nacht vollständig aufgelöst. Warum? Wir wissen es noch nicht.

Die Männer in ihren schwarzen Anzügen sind pünktlich in ihren Büros angekommen. Sie starten ihre Computer auf und loggen sich in die geheime Kommandozentrale ein. Damit sind sie im Kontakt mit der Staatspolizei. Noch zwei Minuten dann wird der Befehl ausgegeben. Wird es ihnen gelingen? Das is in den Sternen geschrieben. Wir werden es sicher erfahren.

Mehrere Stunden sind vergangen, seit Beginn dieser wundersamen Aktion. Die Menschen haben den Sinn des Austausches verstanden, ihren Besitz, dieser unnötige Unsinn aus ihrem Alltag zu verabschieden und sich selber als den wahren Sinn des Lebens zu verstehen. Jetzt sitzen sie auf Parkbänken, in Bistros, am Rand des Gehsteiges oder stehen beisammen. Sie diskutieren über ihr unerschöpfliches Potential, welches von der Obrigkeit unterdrückt worden ist. Sie diskutieren über den Frieden und die Harmonie für alle und laden jeden ein, es zu kultivieren.

Zu ihnen haben sich auch unbekannte Männer gesellt. Ohne Uniformjacken, ohne dekorierte Mützen, ohne Patronengürtel und ohne Waffen. Auffallend ist ihre Freundlichkeit und ihr Entgegenkommen. Niemand fragt warum dies so ist. Sie sind willkommen, es scheint eine Selbstverständlichkeit zu sein. Auf einmal sind alle gleich.

Wo sind die in schwarz gekleideten Männer geblieben? Es fehlt jede Spur von ihnen. Niemand fragt danach. Die Menschen haben sich gedanklich von ihnen verabschiedet.

Es ist 2016, Januar der erste. Alles liegt von jetzt an in unserer Macht.

Der Pfarrer von der Kanzel

Liebe Christen,
heute habe ich eine Bitte an alle.
Es ist einfach, ja Kinderleicht.

Ruft euren Präsidenten an, schreibt ihm
oder sendet ihm ein Email.

Fordert ihn auf, als Christ die Kriege
sofort zu beenden.

Das wollt auch ihr, nicht wahr?

Das wär's dann gewesen,
Geht jetzt alle nach Hause und
geniesst den Sonntag.

Gott sei mit euch.


Ach ja, etwas hab ich vergessen.

Vergisst die Streitigkeiten in der Familie,
mit dem Nachbarn und dem Rest der Welt.

Ist ja Kinderleicht.

Amen

Mann oh Mann
Ich bin als Knabe geboren.

Mit 18 hat mir die Mama gesagt, "Du musst jetzt ein Mann werden".

Also dann. Ich habe begonnen, hinter den Frauen her zu pfeifen, schmuddelige Komplimente zu verteilen und bin ihnen nachgegangen. So habe ich mich verlaufen.

Mit 20 sagte Mutti, "Benimm dich endlich wie ein Mann".
Klar doch. Ich habe einen Porsche gekauft, das Playboy Magazin gelesen und regelmässig auf meine schwere Golduhr geschaut. So ging mir das Geld aus.

Dann hat meine Mutter gedroht. "Zum letzten mal, werde endlich zum Mann".
Ok, ok. Ich hab's begriffen und bin Politiker geworden. Jetzt mache ich nur noch was mir gut tut. Keiner redet mir drein und meine Mutter sonnt sich in meinem Licht.

Trotzdem - ich weiss immer noch nicht was ein Mann ist.

Wer weiss das schon.

Der Protest

Mit raschen Bewegungen fährt der Füllfederhalter über das Papier. Ohne Unterbruch beendet er seine Sätze. Jetzt die Adresse auf das Couvert, die Briefmarke drauf und ab die Post.

Im Büro des Innenministers
Der Brief liegt ungeöffnet in seiner Schublade. Seit Wochen. "Warum liest mich niemand?".

"Ist meine Botschaft unwichtig?
Ich klage über die Verhältnisse im Land. Dass sich etwas ändern muss. Das Volk leidet, die Mütter klagen, Kinder verelenden und die Männer sind frustriert".

"Was ist das?"
Ein Brief fliegt in die Schublade. Die beiden beginnen eine Diskussion und in kurzer Zeit decken sie ihre Verwandtschaft auf. Gleicher Inhalt, gleiche Klagen, gleiche Forderungen.

Immer mehr Briefe leisten ihnen Gesellschaft.
Im Gefängnis des fordernden Volkes kommt Bewegung in die Gruppe. Es wird diskutiert und entschieden. Das Ziel ist eine Änderung des Zustandes im Land.

"Hat jemand ein Streichholz?"
ruft einer aus der Dunkelheit. "Ja, hier", antwortet einer und wirft ihm eine Streicholzschachtel zu. "Eines reicht", sagt er, "kommt, machen wir Geschichte". Im gleichen Moment reisst er das Streichholz über die Schachtel. Die Flamme erwischt das Holz und der Rest ist Geschichte.

Die Schlagzeile am anderen Morgen
Parlament ausgebrannt. Politiker auf der Flucht. Das Volk regiert.


FLUG SHOW

Eine Formation Wildenten überfliegt mich in Richtung East River. Während ihres Fluges verändern sich die Abstände ihrer Flügel kaum. Sprachlos schaue ich zu, wie sie in einen lang gezogenen Bogen hinter einer Baumgruppe verschwinden.

FASZINATION NATUR, VOLLENDETE KUNST

Eine halbe Stunde später stehe ich an der Ampel. Die schaltet auf Grün. Ruckartig, langsam oder schnell, stockend und hupend fahren die tonnenschweren Autos weg. Sie hinterlassen stinkende Abgase und eine kranke Umwelt. Wo ist die Genialität des Menschen. Hier, jetzt oder überhaupt?

Also dann, zurück zur Natur.

Mit deiner Geburt ist dein Leben schon festgelegt

Deine Zukunftt wird zur Illusion
Du bist in eine Familie geboren, welche die Umwelt strafbar belastet, ohne an deine Zukunft zu denken. Im Haus wo du wohnst werden Abfälle produziert, Energie versaut und viel zu viel Auto gefahren. Und Du musst Kaffeerahm Deckeli und Batterien sammeln, damit Du ein liebes Kind wirst.

So geht deine Umwelt drauf
Deshalb müssen wir einen Beruf lernen, um damit unsere defekte Welt zusammenzuflicken. Als Nutzer von Batterien, Elektrizität, Benzin und Öl, verbranntem Abfall, um unsere Flüsse und Seen, die Luft, Lebensmittel und unseren Organismus abzuwürgen.

Zum Trost gibt man dir Batterien,
Benzin, Elektrizität, Zucker, Alkohol, Zigaretten, Krankenhäuser, Medikamente und Kirchen. Toll, nicht wahr?

Dabei wolltest Du ja eigene Ideen realisieren,
eine grüne Stadt bauen, ein schwebenden Open Air Restaurant führen, Ballonreisen organisieren, neue Lebensformen ausprobieren, oder ganz einfach mit dem Pferd zum Fluss hinunter reiten, am Wasser sitzen, den springenden Fischen, den spielenden Kindern und den Hunden zuschauen.

Barfuss, ohne Hausschlüssel,
ohne TV Programm, ohne Apps, ohne Politiker und Beamten am Hals, aber mit gut gebackenem Brot, Moscht und Schüblig. Ohne Planung und abends der Familie von deinen sagenhaften Abenteuern erzählen zu können.

Das ist dir nicht möglich,
ausser Du besinnst Dich und entdeckst deine Liebe zu dir selbst. Siehst dein Potential und folgst deinen Visionen und vor allem wendest dich vom Konsum ab und dem Leben zu. So erfährst Du am eigenen Leib, wie unsere Erde sich fühlen wird, wenn wir ihr unsere Aufmerksamkeit schenken und ihr mit Liebe begegnen.

Die Zukunft wartet auf deine Träume und Visionen. Fang jetzt damit an.

Ich habe, Du hast, er hat, Ich aber will alles. Geil

Tanja hat sich gestern die neuesten Klamotten gekauft
Das trendigste selbstverständlich. Wer möchte heute noch alt aussehen als 24 jährige. Ihre Kolleginnen sind eben immer auf dem neuesten Stand. Top Mode, Top Models. Geil.

Dafür habe ich mir das neueste iPhone gekauft
Mit Selfie Stativ. Klar, ich will bei meinen Freunden super ankommen. Vom Tessin Trip, aus Genėve und von der italienischen Riviera. Einfach Geil.

Jetzt planen wir eine Rundreise nach China, Geil,
Kambodscha, Vietnam und so. Ferien halt, Geil. Man muss doch die Klamotten zeigen, sonst wird es langweilig. Die sollen sehen, was wir haben. Nochmals Geil, weil es so Geil ist.

Nun lese ich, dass deren Fabriken explodieren
was die Umwelt verschmutzt, das Wasser und die Luft vergiftet und das Leben fast unmöglich macht . Das ist ja wahnsinnig. Warum brauchen die giftige Komponenten für Mobile Phones und Spielzeuge? Die sind ja blöd. Und die Arbeiter sind alle krank. Wie kann man nur. So könnte ich niemals leben. Scheisse.

Selber schuld!

https://www.youtube.com/watch?v=KfANs2y_frk


Die Militär-Akademie

Ein zivilisierter Staat führt solche vom Gesetz legitimierten Institutionen und Bildungsstätten. Das Volk hat sie wortlos anerkannt.

Wirkliche Männer studieren dort das töten und hinterlistiges abschlachten, bis hin zur geheimgehaltenen Massenexekution. Ihr angeeignetes Wissen nutzen sie auf den Schlachtfeldern. Sie verführen naive, ungebildete Soldaten dazu, dem Ruf des Vaterlandes zu folgen um gegen jeden Nachbarn in den Krieg zu ziehen. Auch wenn dieser sich in einem anderen Kontinent befindet.

Dies, obwohl man seit langem am Strand des Feindes Ferien bucht, Verlobte besucht, Einkaufstouren führt, Partnerfirmen teilt, über dieselben Witze lacht oder einfach mit FaceBook verbunden ist.

Die Militär-Akademie hat auch die Sprache des Krieges verfeinert. "Kollateral-Schaden" zum Beispiel klingt wie "Unordnung im Kinderzimmer". Wir naiven, ungebildeten, ohnmächtigen und irregeleiteten Bürger, glauben dies. Und alle anderen Lügen ebenso.

So glaubt der Patriot, dass der Präsident nur in einem Bunker sicher ist. Es braucht einen einzigen Überlebenden, der vom Sieg berichten kann. Wer kann das besser als der Präsident?

Wieso und warum will das jemand werden? Kann man damit ehrlich leben? Gibt es einen der unvergessen ist? Nicht wegen den Schäden, die er hinterlassen hat. Vielmehr einer, den man immer wieder wählen würde. Dahinter findest Du die wahren Antworten.

Übrigens, Pygmäen und Aborigines kennen Militär-Akademien nicht. Auch keine Grenzen. Was man fortschrittlich nennen darf.


2015, eine Vision
Du besuchst die vom Volk gegründete Akademie des Friedens, wo alle ihre Entwicklung fördern und kultivieren können. Was mehr Sinn macht, als das geschilderte Gegenteil. Die Zeit ist reif. Machst Du mit? Frag auch deine Kinder danach.

Aus der Geschichte

Die Feldherren aus früheren Zeiten
haben ihre Truppen selber angeführt. Beritten, bereit für die Schlacht und mit dem Schwert zu kämpfen.

2014 sitzen die Feldherren im Bunker
vor dem Fernseher und lassen sich die Videos von der Schlacht per Drohne zuspielen. Verlieren sie die Schlacht, reissen sie aus.

Wo sind die Feiglinge?
Die Führer welche einiges abkriegen und ihr Leben lassen? Oder sind es die Führer von 2014, die zuschauen, wie ihre Kinder auf dem Schlachtfeld verbraten werden?

Der nächste bitte
Der Unbekannte erschien nach Arbeitsschluss. Der Arzt war gerade am Lichter löschen, als er das Geräusch vernahm. Er blickt zur Tür und erkennt im Halbdunkel den Mann im schwarzen Anzug. Gross, schlank, mit einem Lächeln über das Gesicht.

"Ich hab was für sie"
sagt er. "Ein Wunderheilmittel". Der Arzt lacht, winkt ab und antwortet, "Kennen wir alles schon, verkaufen Sie es dem lieben Gott".

"Ihre autoimmune Erkrankung
ist unheilbar. Nichts hilft mehr, sie wissen es", sagt der Unbekannte. "Ich weiss, ich weiss", meint der Arzt mit zittriger Stimme. Er streckt die Hand aus, "Dann geben Sie mir halt das Medikament".

"Es heilt alles
und für immer", bemerkt der Besucher. Der Arzt, mit einer Spur Hoffnung, "Meinen Sie das im Ernst?".

Er sucht nach der Packungsbeilage
"Keine da", sagt der Unbekannte. "Das lesen dauert länger als die Heilung stattfindet".

Der Arzt greift sich die Kapsel
und schluckt sie. Glücklich springt er in die Luft. "Einmalig, Wahnsinn". Er tastet sich ungläubig ab und ruft,

"Ein Wunder, ein Wunder"
Der Mann im schwarzen Anzug lächelt und gibt ihm die Medizin, "Heile damit alle deine Patienten, die Medizin reicht in alle Ewigkeit", dann verschwindet er im Dunkel des Abends.

Am nächten Tag
der Warteraum ist überfüllt. Alle hoffen auf ein Wunder. Wie immer.

"Der nächste bitte"
Der Arzt begrüsst den ersten Patienten und fragt, "Was bringt Sie in meine Praxis?" Er blickt ihm in die Augen und meint, "Wir nehmen jetzt eine Blutprobe, machen ein Röntgenbild und senden Sie zum Spezialisten. Dann sehen wir weiter".

"Was war das für ein Geräusch?
fragt der Patient. Der Arzt blickt verlegen weg. "Hier ist es wieder. Ein Seufzen?" Der Arzt schaut verlegen auf das Wundermittel. Mit Scham erkennt er die Quelle des Seufzers und meint, "Ach das muss wohl von draussen kommen". Der Patient nickt und zeigt ihm die Zunge. Nicht aus Verachtung, was viele angenommen haben. Vielmehr um zu prüfen ob sie krank aussieht.

Das war ein ertragsreicher Tag
Der selbstlose und für immer geheilte Arzt fährt müde nach Hause. Auf dem Beifahrersitz die Abrechnung des heutigen Tages.

"Es hat sich wieder gelohnt",
denkt er, "bald ist mein Boot bezahlt".

Amerika und seine innere Sicherheit
In Amerika weiss jeder, dein Kind fährt aus Sicherheitsgründen mit dem Schulbus zur Schule.

In Amerika weiss niemand, in welcher Schule ein pädophiler Lehrer auf dein Kind wartet.

Das-Lexikon.jpg
Krieg
Eine heldenmütige Angelegenheit, wo Väter ihre Söhne in den Krieg schicken und nach deren Rückkehr deren Mütter das letzte Mass nehmen, damit die Särge so passen wie die Uniformen. Sonntags treffen sich auf dem Friedhof die Hinterbliebenen und tauschen gemeinsam ihre Traurigkeiten aus. Kriege bringen Menschen zusammen.

In guter Gesellschaft
Jeden morgen,
fünf mal die Woche, verlässt Du deine Wohnung
und gehst hinaus in die weite Welt.

Ziemlich unfröhlich,
ja beinahe ohnmächtig, aber ganz automatisch, führen dich deine Beine in dieses Haus, wo andere auch hingeführt werden.

Einmal da,
machen alle was gemacht werden muss. Was das genau
ist, weiss niemand wirklich. Mehr noch, man weiss
auch nicht wofür man das macht und für wen. Hauptsache
man wird dafür bezahlt.

Dein Chef
hat gesagt, dass Du dies und das machen musst. Der Chef von deinem Chef hat es deinem Chef gesagt. Der Chef vom Chef der der Chef von deinem Chef ist, der hat das auch gesagt. Darum machen es alle so, oder.

Den Chef
ärgern soll man nicht, Du weisst das auch. Denn sein Chef wird rot im Gesicht weil er weiss dass sein Chef zu brüllen anfängt, weil der auch weiss, dass sein Chef aus Wut Dinge herum schmeisst.

Alle die Chef
sind, sind halt so. Nur der oberste Chef nicht. Der weiss gar nie was los ist. Er zählt nur das Geld. Der sagt halt immer, nur Geld zählt. Darum ist er der oberste Chef.

Dein Chef
und sein Chef und der Chef von seinem Chef wissen auch nicht viel. Sie glauben der oberste Chef muss grausam sein, weil er ganz oben sitzt. So stellen sie sich das vor. Darum spielen sie dieses grausame Spiel mit.

Das ist dein Trost:
Ein Chef weiss ebenso wenig was er wirklich tut und warum und für wen. Er macht ja nur was sein Chef befohlen hat. Auch er kommt in dieses Haus, unfröhlich und ohnmächtig wie Du. Hauptsache er wird dafür bezahlt.

Dann, am Samstag und Sonntag bist Du wieder fröhlich und frei. Endlich Warenhaus, endlich Boutique, endlich Supermarkt, wohin Du schaust, alles ruft dir zu, "Kauf mich, jetzt, solange ich frisch bin". Glückselig greifst Du nach allem. Der oberste Chef freut sich und fährt fort, das Geld zu zählen.

Montag morgen,
bitte nach oben, an den Anfang zurück und nochmals von vorne beginnen . . .

Es sei denn
dass Du der oberste Chef geworden bist und an deinen Wochenenden Geld zählst.

Wie es dann weiter geht, weisst Du ja jetzt.


Bingo


Ein Spiel für arme und vergessene Rentenbezüger. Die treffen sich wöchentlich und spielen das grosse Glück. Sie kaufen mit Zahlen bedruckte Spielkarten. Ein Conférencier zieht per Zufall Kugeln mit aufgedruckten Zahlen aus einer Trommel. Er ruft diese Zahlen aus, woraufhin die Teilnehmer sie auf ihre Spielkarten markieren - falls sich die mit ihren eigenen Zahlen decken. Hat der erste Teilnehmer alle Zahlen auf seinem Los markiert, ruft er laut und deutlich "Bingo!". Das ist der Moment, wo eine gewaltige Glückswelle durch seinen Körper rast, was mindestens eine zehntel Sekunde dauert. Dann ist alles vorbei. Am nächsten Wochenende steht er wieder für seine Spielkarte an. So sieht die Schönheit des armseligen und einsamen alterns aus.

Die Begegnung
Wenn ich hier in der Stadt Ibrahim Daoud den Vortritt lasse,
der Bettlerin an der Ecke meine Einkäufe schenke,
den pensionierten Ljubomir über die Kreuzung führe,
dann ist meine Welt in Ordnung

Wenn ich die schlechten Nachrichten höre,
die Streitigkeiten in der Nachbarschaft verfolge,
wenn ich die Unsicherheit der Einwanderer spüre
und die Einsamkeit meiner eigenen Landsleute,

Wenn ich den Kindern zuschaue, den fremden und den eigenen,
dann frage ich mich, was uns fehlt und was notwendig ist,
um gemeinsam auf einer Parkbank zu sitzen und versuchen,
mit unterschiedlichen Sprachen einander näher zu kommen.

Jedes Herz kann das übersetzen
Es ist vertraut mit deinem Schmerz und der scheuen Freude,
deiner Unsicherheit und deinem verstecktem Optimismus.

Kannst Du einen Versuch wagen?
Am nächsten Sonntag, nach dem Mittagessen?

Vielleicht machen wir Geschichte

Die Nummer 10

Die Sonne brennt unbarmherzig auf den jungen Mann.

Es ist Ali. Er trägt ein verschwitztes Tricot mit der 10 und den Namen Messi. Es klebt auf seiner Haut. Flink bewegt er sich auf sein Ziel zu.

Ali war einmal Fussballspieler.

Jetzt ist er unterwegs. Mit seinen jüngeren Schwestern und der Mutter. Andere folgen ihnen, begleitet von einigen wenigen Ziegen und Schafe.

Er führt die Gruppe den Berg hinauf. Auf einem unwegsamen und staubigen Pfad. Hinter ihm wird eine Wasserflasche herumgereicht. Jeder nimmt einen Schluck nur. Man hört Rufe und irgendwo schreien Kinder. Staub wirbelt auf und setzt sich auf die schweissnasse Haut. Alle in der Gruppe haben dasselbe Ziel. Weg nur, von Bomben und Raketen.

Welch ein Wahnsinn.
Wollen wir wirklich so weiter machen?

Freiheit ist kein Traum mehr

Da ist kein Wecker der dich morgens zur Arbeit ruft. Die Uhren sind aus deinem Leben verschwunden. Schlüssel sind überflüssig. Polizisten freigestellt. Uniformen, Waffen und Munition ausgemustert. Vorgesetzte und Untergebene gleichgestellt.

Kanone, Krieg und Krüppel wurden aus dem Lexikon gestrichen. Dafür sind wir umgeben von Freude und Lachen. Menschen treffen sich spontan und lassen sich entspannt in Gespräche ein. Die Eile hat sich verkrümelt. Man hat angefangen zu leben.

An diese unmenschliche Zeit, wo man schon nach der Geburt für den Kampf um das Überleben ausgebildet worden ist, kann sich niemand mehr erinnern. Damals lebte man in einem System, das jeden herausgefordert hatte, sich gegen jeden zu stellen, gegen jeden zu kämpfen, gegen jeden zu gewinnen und mit immer wirksameren Mitteln jeden zu zerstören, um besser zu werden, mehr zu verdienen, mehr zu scheinen und die eigene Macht zu vergrössern. Jene die verloren haben, jene die auf der Strasse gelandet sind, wurden als überflüssig angesehen und gnadenlos dem Schicksal überlassen.

Eine eiskalte Elite war dafür verantwortlich. Die manipulierten das Volk, damit diese sich gegeneinander aufreiben. Diese wiederum teilten sich in die unterschiedlichsten Interessengruppen auf und rieben sich untereinander auf. Die Mächtigen haben ihre Bürger mit den trickreichsten Vergnügen unterhalten, um sie so von ihren eigenen Machenschaften abgelenkt. Chronische Krankheiten breiteten sich aus wie die Pest. Die Portofolios der Banken mit Pharmatiteln fanden reissenden Absatz.

Dann gab es diesen Knall. Der sandte eine magnetische Energie aus, dass alle gespeicherte Daten ausgelöscht wurden. Alles. Persönliche Daten, Steuerinformationen, Krankengeschichten, Passwörter und Telefonnummern, auch diejenigen von Präsidenten und Geheimdiensten. Atomwaffen konnten nicht mehr aktiviert werden, Ölplattformen, Tankstellen und Autofabriken standen still. Kraftwerke verloren ihren Saft. Nachrichten versickerten spurlos.

Es ist dunkel geworden. Alles ist still gestanden. Verschlossene Türen blieben geschlossen. Bankautomaten streikten. Tresorräume zugesperrt. Für immer. Den Währungen ging der Schnauf aus. Einem einzigen ist ein Licht aufgegangen und der hat den anderen davon erzählt. Plötzlich haben die Menschen welche bis anhin in der Dunkelheit gelebt haben, die Lüge erkannt.

Das war das Ende der alten Herrschaft
So haben die Menschen diesen Moment genannt. Heute ist alles hell und heiter. Jeder ist sich selbst und gestaltet aus sich heraus um die Gemeinschaft zu fördern.

Das Ende der Herrschaft

Das Drama
Unser Leben basiert auf dem was ist. Und das ist dieses sauglatte Puppentheater mit sauglatten Puppen und Dekorationen und diese endlose, wahre und sich ständig wiederholende Geschichte mit der Angst und Unsicherheit, über Geiz und Gier, Macht und Manipulation, Eitkeiten und Grössenwahn, nur um als erster ganz oben sein zu können, mit massloser Macht über allem.

Dummerweise weiss niemand wie das wirklich geht. Die meisten bleiben auf der Strecke hängen und werden von jüngeren überholt, die denken schlauer zu sein. Dieser unsinnige Gipfelsturm hat kein Ende. Seit Ewigkeiten wissen wir, das es dort oben nichts sinnvolles gibt.

Trotzdem sind alle unterwegs dorthin.

Welch eine Zeitverschwendung.

Ich bin die Hoffnung

Das Kind des Zweifels und der Ängstlichkeit.
Ich lebe in den Köpfen der Menschen
und lasse sie bis zur Erschöpfung warten.

Ich kreiere Hoffnung,
ohne Garantie auf Erfolg.

Ich male schöne Bilder,
die ewig flimmern.

Ohne Ende. Ohne Ende.

Ohne Ende.

Schon wieder Krieg?

"Hallo, ich bin der Präsident Ihres Landes".

"Guten Tag Herr Präsident, nett dass Sie
ihre Landsleute anrufen".

"Gern geschehen.
Ich brauche Sie für meinen nächsten Krieg".

"Oh mein Gott, meine Tochter heiratet heute.
Familienplausch, Gartenparty und so,
Sie wissen ja. Ich bin ihr Vater und will
bei der Feier dabei sein".

"Ghm" (hörbares Schlucken)

"Sorry, mein lieber Präsident, ich habe wirklich
nichts mit ihrem Krieg zu tun. Am besten
gehen Sie gleich selber hin."

2014

Keine Kaugummis auf dem Sofa. Verstanden!
Lass das jetzt, sonst sperren wir dich ein!
Wegen Missachtung wird Ihr Wagen abgeschleppt!
Das ist jetzt ihre letzte Chance!
Unser Leben wird zunehmend mit
Drohungen kontrolliert.

Das Universum schaut uns zu, seit Ewigkeiten,
und schüttelt den Kopf. "Liebe. Kennen die
das immer noch nicht?".

Dwight D. Eisenhower, der letzte,
wahrhaftige US President?

Vor 60 Jahren, am 16. April 1953, in einer Ansprache an die Herausgeber amerikanischer Zeitungen, offenbarte der US President Dwight D. Eisenhower den Preis den die USA für ihre Bewaffnung zahlt:

Jede produzierte Waffe, jedes vom Stapel gelassene Kriegsschiff, jede abgefeuerte Rakete zeigt am Ende den Diebstahl an jenen die hungern und nicht gefüttert werden, an jenen die frieren und keine Kleidung erhalten.

Dies ist eine Welt unter Waffen. Diese bewaffnete Welt verbraucht nicht nur Geld, nein sie verbraucht den Schweiss ihrer Arbeiterschaft, die Genialität ihrer Wissenschaftler und die Hoffnung ihrer Kinder.

So macht das Leben keinen Sinn. Unter den Wolken eines drohenden Krieges hängt die Menschheit an einem eisernen Kreuz.

Globalisierung
Jetzt sind wir eine einzige, grosse Familie.

Mit Onkel FaceBook,
Cousine Twitter und
Baby WhatsUp.

Jetzt bist Du total informiert
Du weisst von diesen Gefangenen-
lager in China, wo Insassen brutal
ausgenutzt und als Organspender
ausgeschlachtet werden.

Deshalb twittert ihr:
Kauft keine Gadgets aus China.
Keine Mobile Phones, keine Pads
und keine Laptops.

Cool!
Und schon bist Du an deiner
nächsten Twitter Nachricht.

Was war das noch
mit dieser Globalisierung?
Ach vergiss das,
ich bin grad am twittern.

Globalisierung

Entwickelte Länder leiden an der
Unterentwicklung ihrer Seele

An der Vernachlässigung von Freundschaften,
Mangel an Freude, Unlust am Spiel, fehlen des
Humors und Angst vor der eigenen Spontanität,
ganz zu schweigen von der Verantwortung
gegenüber dem Leben und der Leben spendenden
Natur.

Unterentwickelte Völker kennen das nicht
Sie könnten uns jedoch helfen, all das verloren
gegangene wieder zu aktivieren.

Mit dem erzielten Einkommen können sie
eigenständige Projekte realisieren, anstatt
auf Reissäcke zu warten, welche wir ihnen aus
Flugzeugen vor die Füsse werfen.

Eine Frage, die mich seit meiner Jugend beschäftigt
und die bisher niemand beantworten konnte.

Warum hat kein Papst
jemals den Nobelpreis
für Frieden erhalten?

Was denken Sie, ist wohl
der Grund dafür?
Ich meine ja nur, oder ;-)

Unschuldig

Ich bin Nadir.
Meine Heimat ist Palästina.

Heute ist mein Geburtstag

Siehst Du die Polizeistation dort drüben?
Da gehe ich jetzt hin.

Mein Alltag ist Blut und Asche

Die Schulen sind zerstört.
Meine Schwestern sind tot.

Unter meinem Hemd klebt die Granate

Heute werde ich neun Jahre alt.
Mein Spielplatz bleibt das Schlachtfeld.

Ich spüre den Auslöser in der Hand

Gestern ist meine Mutter verbrannt.
Palästina ist so weit weg.

Ich betrete die Polizeistation

Meine Seele ist heimatlos.
Mein Herz schreit ein letztes mal.

Die Explosion erlöst mich von allem Schmerz

Die Papstwahl
Aishwarya sitzt im Delhi Cafe an der Mahatma Gandhi Road. Der Lärm ist ohrenbetäubend, trotzdem ist sie vertieft im Gespräch mit ihrer Freundin Chandrakanta. "Mir ist es immer noch nicht klar, warum die in Rom wieder einen Mann zum Papst wählen. Wir, Du und ich wären geradezu ideal, diesen Job zu machen".

"Ja, Du sprichst mir aus dem Herzen", sagt Chandrakanta. "Wir heiligen Kühe sind ja schon heilig, bevor wir auf die Welt kommen und wir leben ein Leben in Bescheidenheit".

"Genau, Du sagst es Chandrakanta, und alle respektieren uns, wo immer wir uns aufhalten. "Unsere Heiligkeit ist kein Schein".

"Denkst Du die mögen Frauen nicht?" meint Aishwarya mit einem wirklich neutralen, völlig harmlosen und überhaupt nichts sagendem Lächeln.

"Man kann das nicht so genau sagen, weil eben keine Frauen zugelassen sind im Vatikan. Eines fällt jedoch schon auf, sie tragen alle Frauenkleider".

"Ja", meint Aishwarya mit einem wirklich neutralen, völlig harmlosen und überhaupt nichts sagendem Augenzwinkern, ""die haben die Hose nicht an"".

Das-Lexikon.jpg
Mann
Einer alleine ist ein Feigling. Zu zweit machen sie sich Mut. Drei Männer starten einen Krieg und reissen das Land mit hinein.

Der Diktator
Die Maschine steht auf dem Rollfeld. Startbereit.

Vom Flughafen Gebäude nähert sich eine Luxuslimousine und steuert direkt auf die Maschine zu. Der Präsident und seine Familie verlassen den Wagen und eilen die Treppe hinauf. Sie tragen Aktenmappen mit sich.

"Ist alles Gold und die Diamanten da?" ruft der Diktator. "Habt ihr eure Pässe?". Seine Augen schauen unsicher zum Gebäude zurück. Er wischt sich die Stirn mit seinem Damast Taschentuch und geht in das Staatsflugzeug, welches ihm das Volk geschenkt hat. Die wissen nichts davon, aber den Präsidenten freut es schelmisch.

Er hat sich angeschnallt und schaut nochmals zum Flughafengebäude, welches einst ihm gehört hatte, wie auch das Land und deren Einwohner, als er eine Masse von Menschen sieht, die in Richtung seiner Maschine stürmt.

Er schreit seinem Piloten zu "Starten, sofort, wir müssen weg". Wie gebannt sieht er die Menge näher kommen, als die Motoren aufheulen und die Maschine sich in Bewegung setzt.

"Dieses dumme Volk", murmelt er, "was denken die sich eigentlich". Er sieht die Masse gefährlich nahe kommen, als es dem Piloten gelingt Geschwindigkeit aufzunehmen.

Er schaut zu seiner Frau hinüber, welche ihren Schmuckkoffer im Schoss trägt.

"Mach dir keine Sorgen Chérie, bald wirst du ihn wieder tragen können". Seine Frau verliert eine kleine Träne und lächelt ihm dann zu.

Währenddessen hat die Maschine von der Piste abgehoben und steigt in die Höhe. Zum letzten mal blickt der Präsident hinunter und schliesst seine Augen nachdem er einen tiefen Atemzug genommen hatte. "Dieses dumme Volk, warum habe ich es so lange ausgehalten".

Zwei Stunden später
"Paris, Paris, bitte kommen", ruft der Pilot in's Bord Mikrofon. "Ja, hier Paris, einen schönen guten morgen, wer ist dran?" Es tritt eine kleine Pause ein, dann antwortet der Pilot, "Präsident Zine El Abidine Ben Ali". Wieder folgt eine kleine Pause, nein es ist ein Schweigen. Totenstille. "Hallo, Paris, Hallo Paris, was ist los?", ruft der Pilot ins Mikrofon. "Wir fragen um Landeerlaubnis".

Schweigen.
Ein Räuspern vom Kontrollturm lässt den Piloten aufhorchen. "Können wir landen? fragt er. Die Stimme vom Turm antwortet mit, "Sorry, keine Landeerlaubnis, fliegen Sie einen anderen Flughafen an".

Der Präsident, der eigentlich keiner mehr ist, schreit in das Cockpit. "Verdammt, wir müssen landen, das Kerosen reicht nur noch für eine Stunde".

Weitere Zeit verstreicht
"Herr Präsident, die Flughäfen verweigern uns die Landung". Ali geht zerknirscht und wütend zurück in die Kabine.

"Das alles habe ich meinem undankbaren und dummen Volk zu verdanken", bemerkt er zu seiner Frau. Er setzt sich neben sie und legt seinen Arm auf ihre Schultern. Ein zufälliger Blick hinaus lässt ihn entsetzt aufspringen.

Sein Pilot fliegt wenige Meter über der Wasseroberfläche um Treibstoff zu sparen.

Der President, oder nennen wir ihn doch einfach Ali, stürmt zurück in's Cockpit und schreit den Pilot an, "Höher steigen, sie Idiot, oder wollen sie abstürzen?".

"Herr Präsident, Sie sind schon abgestürzt, ich suche nur ein unauffindbares Grab für sie".

Ali's Tunesisches Volk hat an diesem Tag die Freiheit gewonnen.

Eine friedliche Idee
Wenn wir Menschen, ich meine alle jene Arbeitnehmer, welche für die Waffenindustrie arbeiten, also diejenigen die auf irgend eine Art und Weise an dieser Produktion für die Mächtigen beteiligt sind, wie Uniformen schneidern, Kampfrationen anfertigen, Fallschirme nähen, Platinen löten, sowie Landminen, Jagdbomber, Maschinengewehre, Kampfpanzer und anderes herstellen, wenn wir also alle einstimmig dieselbe Idee vom Frieden und Harmonie in uns tragen und unsere Krank machende Arbeit aufgeben, jetzt und für immer, wird es nie mehr bewaffnete Konflikte zwischen Nationen und deren wunderbare Bürger geben, auch keine Morde und andere Gräueltaten, unter denen die Menschheit immer mehr leidet. Alles wäre plötzlich anders, so wie Du es dir immer erträumt hast. Machst Du mit? Denk mal darüber nach und trage diese Idee weiter unter die Menschen.

Gnadenbringende Weihnachtszeit
Samstag morgen. Es ist kühl. Auf einer Wolldecke, vor dem Whole Food Supermarkt am Union Square, sitzt der rothaarige und traurig wirkende junge Mann. Er zupft den Wollshawl zurecht um seinen Nacken zu schützen. Vor sich auf dem Boden liegen vier Zeichnungen, die er zum Verkauf anbietet.

Obdachlos steht auf seinem Kartonplakat und dass er etwas Geld verdienen möchte um sich ein Frühstück kaufen zu können.

Vor ihm stehen vier Erwachsene in Santa Klaus Kostüm. Einer von ihnen weist den jungen Mann weg. Ohne zu insistieren packt dieser seine Sachen zusammen und geht. Er macht mir einen verlorenen Eindruck.

Jetzt stellen die vier Kläuse ihr Plakat auf und machen sich bereit zum singen. Ich lese "The Salvation Army". Wir geben immer unser Bestes!

Lieber Polizist,

Schweizer Bürger, Familienvater, getaufter Christ und wahrscheinlicher Kirchgänger, eines Tages wirst Du mich, mit Gleichgesinnten, in einem öffentlichen Park antreffen. Wir werden Plakate tragen, welche unsere Vision repräsentiert.

Freiheit-für-Alle.jpg

Du kannst diese Botschaft nicht verstehen. Dein Herz schliesst die Tür, dein Hirn erliegt einem Kurzschluss. Deine Rechte greift den Knüppel und Du schlägst auf uns ein.

Unglücklicherweise, für dich, ist unsere Vision der Traum der Mehrheit. Weltweit.

Öffne dein Herz und brauche dein Hirn, wir nehmen dich so in unserer Mitte auf.


Bussenzettel

Ganesh hat den Parksünder sofort erblickt. Er geht direkt auf den Lieferwagen zu und klopft am Seitenfenster. Ganesh macht seinen Job bei der New Yorker Polizei. Hier muss er die Fehler der Verkehrsteilnehmer sehen, anschliessend Bussen ausschreiben und verteilen.

Damit verdient er sich den Lebensunterhalt für seine kinderreiche Familie, die im Süden Indiens lebt.

Bonokai aus Central Afrika öffnet das Wagenfenster und schaut Ganesh fragend an. Den Job als Chauffeur hat er vor drei Wochen erhalten. Mit dem Verdienst ernährt er seine sechskpfige Familie.

Ganesh reicht Bonokai den Bussenzettel. Beide blicken sich in die Augen. Instinktiv erinnern sich beide gleichzeitig an den gleichen Traum von einem besseren Leben im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Wie geht das nur?

Das Vermögen des Volkes
"Guten Tag, hier ist UBS, Zürich, Vermögensverwaltung. Wen kann ich am Telefon begrüssen?"

"Ja", sagt die Stimme, "Ich bin Muammar Abu Minyar al-Gaddafi".

"Grüezi Herr Gaddafi, wie kann ich Ihnen helfen?".

"Ich will mein Erspartes überweisen lassen, sofort!", meint die gereizte Stimme.

"Sie meinen das Geld, welches Sie netterweise für ihr Volk auf die Seite gelegt haben?".

"Klar, äh, nein, Ja, sicher, das ist es. Unser Erspartes, Alles!".

"Ihr Erspartes haben wir leider nicht auf unserer Bank", sagt die freundliche Stimme. "Wir haben jedoch das von Ihnen ersparte Vermögen für ihr geliebtes Volk auf einem sicheren Konto".

"Ja, das ist es, es lautet auf meinem Namen, Muammar Abu Minyar al-Gaddafi, Sie kennen mich sicher", meint die Stimme. "Machen Sie es sofort bereit, mein Sohn wird es in Zürich abholen".

"Das ist schon organisiert, Herr, ähm, Entschuldigen Sie mich, ich hab ihren Namen schon vergessen. Die Vertreter ihres Volkes nehmen ihnen diese Arbeit ab, so haben sie keine Umstände damit".

Aus der Ewigkeit gefallen

Ich bin unterwegs. Die Landschaft welche an mir vorbeizieht bezaubert meine Sinne.

Düfte, Farben und Formen, die Klänge die ich wahrnehme, diese liebliche Atmosphäre erinnern mich an meine angenehme Stimmung in der ich mich hier seit jeher bewege. Jegliches tun geschieht von Moment zu Moment und alles gelingt mit Leichtigkeit. Liebe ist der Antrieb und Motivation für alle tun. Es lässt mich das Leben erleben und es ständig neu kreieren.

Hier lebe ich in der Gegenwart. Vergangenheit und Zukunft oder Illusion existieren nicht.

Ich bin unterwegs . . .

Ein gewaltiger Ruck lässt mich nach vorne fliegen. Mein Kopf schlägt am Lenkrad auf.

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Draht Los

Sonja sitzt im Bus. Sie fährt an ihren Arbeitsplatz.
Lebevoll streicht ihre Hand über das neue Mobil-Phone.

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niemand-liebt-jemand.jpg Liebe transformiert

Hallo Freiheit
Herzlich willkommen zu unserem exklusiven Interview.

Danke.

Du klingst müde. Hast Du die Energie verloren?

Na, Du weisst ja wie hart es ist, sich selber sein zu dürfen.

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Abschied von Love

Es ist Freitag. Ich bin auf dem Weg zur Latino-Bäckerei an der First Avenue. Die Baguette, welche dort gebacken wird, kann meiner Begierde nicht entgehen. Sie ist die Begleitung für den Salat, welchen ich mir zum Abendessen zubereiten werde.

Um diese Zeit ist auf der 116ten Strasse und der First Avenue einiges los. Vor dem Beerdigungsinstitut hat sich heute eine Menschenmenge gebildet. Da gibt es kein Durchkommen. Ich suche eine Lücke in der Menge, als ein Sarg, direkt vor meinen Augen, herausgetragen wird. Ich lasse die beiden Sarg-Träger vorbei.

Ich schaue nochmals hin um sicher zu sein, was ich soeben gesehen habe. "Ein Kartonsarg?" schreit es durch meinen Kopf. "Schrecklich, das müssen die Ärmsten sein hier oben in Harlem".

Ich frage einen der Herumstehenden, wer hier verabschiedet wird. "Love", höre ich ihn sagen.

"Love?", frage ich, "Sie meinen "Love", Die Love?" Ein junger, schmieriger Mann kommt auf mich zu. Er beugt sich zu mir herunter. "Ja, Love, und diesmal wird es für immer sein".

Überrascht, verunsichert und angeekelt frage ich, "Was meinen sie für immer?".

"Na, sie ist schon einige male im Koma gelegen. Jedesmal hat sie ihre Energien mobilisiert und ist wieder zurückgekommen. Sie wollte da sein für alle, zu jeder Zeit und für immer. Ohne Einschränkung. Das war eben Love. Dumm und Naiv".

"Sind sie der Priester?". Er lacht, "Ich bin Porno, ein jüngerer und weit entfernter Verwandter von ihr".

"In was bin ich da hinein geraten?". Ich schaue nach einem Ausweg, weg von dieser bizarren Szenerie.

In diesem Moment tritt eine junge Frau auf mich zu. Sie trägt einen silbernen Dress, der gemacht worden ist, um alles zu zeigen.

"Werde nicht nervös Alter, das passiert auch Dir einmal", meint sie mit einem kratzenden Marloboro-Lachen. "Nenn mich Sexy und lass deinen Augen etwas mehr Freiheit".

Der grosse Mensch neben ihr legt seine Hand auf meine Schulter. Er schaut mir direkt ins Gesicht.

"Ich bin Sex", stellt er sich vor. Er greift Sexy am Hintern und kneift sie kräftig. "Sie kreischt und lacht. Beinahe wäre ihr die Marlboro aus dem Mund gefallen.

"Wie ist sie gestorben?", frage ich. Ein Teilnehmer der unter dem Türrahmen gestanden ist, kommt auf mich zu.

Er trägt einen billigen, glänzenden Anzug, Lackschuhe, grelle Kravatte und eine Rolex Kopie am Handgelek. "Ich muss ihr wohl den Rest gegeben haben", meint er sarkastisch.

Der Triviale redet weiter, "Ich bin One Night Stand". Er grinst, "Ich war ihre Konkurrenz. Love wollte für ewig Lieben. Ich bin für Kurzfristiges. Liebe wenn man sie braucht. Schnell, schmerzlos und ohne Verpflichtung.

"Genau, so fühlen wir auch", ruft Sexy dazwischen. "Love war so romantisch und ehrlich. Sie wollte für immer lieben, ohne Bedingung. Wir aber wollen Sex, Sex, viel und sofort. Wir sind hungrig danach. Ohne ist das Leben einsam und düster".

Die drei Girls die sich hinter Porno im Hintergrund gehalten haben, zeigen sich jetzt an seiner Seite. Alle drei lachen. Sie versuchen kokett auszusehen. "Wer sind die wohl?"

Wie wenn die Blonde meine Gedanken gelesen hätte, stellt sie die anderen zwei vor. "Das ist Levitra", sie zeigt auf eine vollbusige Blonde, "und dies ist Cialis". Die grellrote Cialis schaut mir betörend in die Augen. Die Blonde rettet mich vor ihr, indem sie sich selber vorstellt. "Und ich bin Viagra. Wir helfen jedem der Sex will, ob jung und wild oder alt und einsam. Hauptsache es wird bezahlt.

In diesem Augenblick ruft "One Night Stand" die Anwesenden zu sich. "Hört alle hin, ich habe mich entschlossen Love zu kremieren. Eine Beerdigung ist nicht sicher, die kommt sonst wieder zurück. Love hat ausgedient, wir brauchen die nicht mehr".

Mit seinem letzten Satz in den Ohren mache ich mich auf und davon.

Bewusst Los

Du liegst im Bett
und starrst zur Decke.

Stille weit herum.

Da ist kein Tag

Keine Zeit,
kein Gelächter,
kein Tod.

Stille

Kein Reiz,
kein Schmerz,
kein Gefühl.

Nichts

Regungslos der Wind,
die Düfte eingestellt,
alles ist bewegungslos.

Stille ringsum

Die Sinne unbewegt,
der Spürsinn unberührt.
Kein Erinnern mehr.

Kein Ton,
keine Schwere,
kein Schmerz.

Du atmest in die Leere.
Du horchst.
Da ist kein warum.

Nichts

Ich bin so Uni-Form

Ich stürze mich in den Krieg.
Auf Befehl. Besinnunslos. In Uniform.

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Parkieren zeitweise gestattet
Das weisse, fette P im blauen Feld der Parktafel, an der ich vorbeigegangen bin, hat mich auf eine Idee gebracht.

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Schau wer ich bin
Uuk sitzt auf seinem Lieblingsplatz. Er hat ihn als heranwachsender zum Hochsitz ausgewählt um seine Tagträume geniessen zu können.

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Imagine
Stell dir vor . . .

. . . es gäbe keine Grenzen,
nichts wofür man Kriege führt,
stell dir vor . . .

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Der klare Strich des Künstlers

Soll ich die Linie so oder so ziehen?
Verwende ich hier blau oder blau-grün?

So oder so, des Künstler's Hand folgt der Intuition.

So entstehen Kunstwerke.

Künstler sind Individualisten.
Sie und ihre Werke überdauern die Geschichte.

Politiker sind ihre Antipoden.

Mache ich es so, gefällt es den Wählern.
Mache ich es nicht so, gefällt es mir besser.

Der Politiker folgt seinem Intellekt.

So entstehen Kompromisse.

Politiker sind starke Persönlichkeiten.
Sie und ihre Werke sind oft zu bedauern.

Wen wählen Sie zum Präsidenten Ihres Landes?

© 2009 Peter Kunz

Unbegrenzte Möglichkeiten
Antonio zählt seinen Wochenlohn.

Damit kann er seine Familie in Guatemala
ernähren. Ja noch mehr als das, die
Eltern und Grosseltern.

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Des Vaterland ruft

Oh Vaterland, Oh Vaterland,
Du rufst mich in den Krieg.

Ich stehe stramm und denke nicht,
dann sag ich ja und gehe hin.

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Stell dir vor es gibt keine Gesetze

Keine Richter. Keine Polizei.

Du steht an der Kreuzung. Den Fuss auf
dem Gaspedal deines Off-Roaders.

Es ist 11 Uhr nachts.

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The four Swiss

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